"Die Blaue Libelle" für das "BarfussHaus"

Der Thüringer Klimaschutzpreis „Die blaue Libelle“ wurde am 03.06.2015 erstmals gemeinsam von der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen und der Ostthüringer Zeitung ausgelobt. Der Preis fördert innovative Ideen zu Energieeinsparung, erneuerbaren Energien und zum rationellen Energieeinsatz. Eine Jury aus Stiftungsvertretern und Verlagsleitung der Mediengruppe Thüringen verteilt die Fördersumme auf die Projekte mit der größten Umsetzungswahrscheinlichkeit. Der Name „Die blaue Libelle“ nimmt Bezug auf ein Tier, das besonders unter dem Klimawandel in Thüringen leidet: die Hochmoor-Mosaikjungfer, eine Libellenart.

Der Verein Ländliche Kerne erhielt im Rahmen dieser Auszeichnung eine Förderung von 3.000 Euro zur Weiterentwicklung des „BarfussHauses“ zu einem außerschulischen Lern- und Experimentierort. Dafür soll das Haus mit weiterer Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie mit Elektro- und Forschungsgeräten ausgestattet werden.

Abschlussveranstaltung „Thüringer Bioenergieregion“

Am Donnerstag, den 02.07.2015 um 15:00 Uhr wurde auf das Rittergut in Nickelsdorf zum Ende der Projektlaufzeit Bilanz gezogen: Ergebnisse, Erfolge, ständig wandelnde Rahmenbedingungen und Perspektiven wurden aufgezeigt sowie ein motivierter Blick in die Zukunft gewagt.

6 Jahre erfolgreiche Arbeit mit und in dem Projekt „Bioenergieregion“ hat die Entwicklung in der Region maßgeblich beeinflusst. Durch die Zusammenarbeit vieler engagierter Akteure unter anderem aus Politik, Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft sowie der Energiewirtschaft und kompetenter Unterstützung der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft konnten zahlreiche Impulse gegeben und Veränderungen angeschoben werden. Viele Leuchtturmprojekte, wie das 1. Bioenergiedorf Thüringens, sind umgesetzt und Vorbild für Nachahmer in und außerhalb der Region geworden.


Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung aus Presse und Fernsehen:

Nickelsdorf – 45 Grad und es geht noch heißer!!!

„Pumpe frei“ ertönt es aus dem kleinen „BarfussHaus“ in Nickelsdorf und schon sorgt eine 12V-Solar-Pumpe für eine angenehme Wärme im Zimmer. Nach etwa zwei Minuten hat sich der Heizkörper bereits auf 45°C aufgeheizt und man schaut an diesem 01.06.2015 in rundum zufriedene Gesichter.

Doch was ist an einem warmen Heizkörper so Besonderes dran? Das wird klar, wenn man den Leitungen ein Stück folgt und feststellt, dass diese außerhalb des „BarfussHauses“ in einen etwa 30 m³ großen Ast- und Grünschnitthaufen verschwinden. „Hier ist sozusagen die kontinuierliche Allwetterheizzentrale“, erklärt Kristian Möller von der Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland. „Das locker aufgeschichtete und durchnässte Material ist der ideale Nährboden für die aeroben Bakterien, die im inneren des sogenannten Biomeilers einen Zersetzungsprozess in mehreren Phasen durchlaufen und so das biogene Material nach etwa eineinhalb Jahren in wertvollen Humus umwandeln. Der schöne Nebeneffekt an diesem Prozess ist die dabei freiwerdende Wärme.“, erläutert Möller weiter. Als Transportmedium für die Wärme dient ein ca. 60 Meter langes und mit Wasser gefülltes PVC-Wasserleitungsrohr, das im Kern des Biomeilers spiralförmig von unten nach oben verlegt ist und an den Enden an einem Heizkörper im „BarfussHaus“ befestigt wurde.

Natürlich zielt dieses Teilprojekt Biomeiler nicht nur auf die Wärmeversorgung eines kleinen Gebäudes in Nickelsdorf ab. Es soll vielmehr als Best-Practice-Modell für die Bioenergieregion „Jena-Saale-Holzland“ dienen. Denn das Landschaftspflegematerial, was hier in Nickelsdorf in geschredderter Form als Heizung dient, wird von den umliegenden Kommunen, Gärtnereien, Agrarbetrieben oder privaten Garten- bzw. Hausbesitzern oft als lästiger Abfall wahrgenommen, der teuer bei Kompostierungsunternehmen entsorgt werden muss. Deshalb stellt das gelungene Biomeilerkonzept nun eine gute Alternative für die Betroffenen dar.

Für Rückfragen zum Projekt oder Interesse an einer Biomeiler- bzw. BarfussHaus-Besichtigung stehen Ihnen die Mitarbeiter der Bioenergieregion jederzeit telefonisch unter 036693 / 230944 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Grüne Tage Erfurt

Vom 19.09.2014 bis 21.09.2014 war die Thüringer Bioenergieregion mit bei den Grünen Tagen in der Erfurter Messehalle vertreten. An unserem Stand war alles vom Energieerlebnis über Informationen zu Erneuerbaren Energien in der Thüringer Bioenergieregion bis hin zur unabhängigen Energieberatung möglich.

In der Erlebnisecke konnten Kinder, Jugendliche oder gar Familien ihren Sport- und Krafteinsatz bei unserer kleinen "Energieradtour" beweisen. Hier hieß es: Strampeln bis die "Birne" leuchtet! Ziel der einfachsten Übung war es, eine haushaltsübliche Glühbirne über eine gewisse Zeit nur durch reine Muskelkraft zum leuchten zu bringen. Wer das ohne Probleme löste, der konnte im Nachgang als Steigerung ein Radio zum abspielen einer CD animieren und als Höhepunkt einen Wasserkocher zum kochen verhelfen. Mit dieser Tretübung wurde den Teilnehmern auf sportliche Weise verdeutlicht, wie viel Energie sie täglich mit einfachen Dingen verbrauchen ohne darüber nachzudenken und obendrein wie anstrengend es ist diese Energie überhaupt erst einmal bereitzustellen.

Fachlicher ging es dagegen an unserem Informations- und Beratungsstand zu. Einerseits konnten sich hier die Besucher über verschiedene Projekte und wissenswertes zum Energiepflanzenanbau in der Thüringer Bioenergieregion informieren. Andererseits standen unsere Mitarbeiter den Besuchern sehr gerne Rede und Antwort zur regionalen Bürgerbeteiligung an Energieprojekten, zur Etablierung eines Bioenergiedorfes, zur Versorgung von Haushalten mit Erneuerbaren-Energie-Techniken sowie zur Anpflanzung von alternativen Energiepflanzen wie zum Beispiel der "Durchwachsenen Silphie" und von "Kurzumtriebsplantagen".

Hier ein kleiner Eindruck von der Messe:
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Jenaer EnergieGespräche: EnEV 2014 - Was ändert sich für Mieter und Hauseigentümer

    • Dienstag 8. April 2014
    • Ab 18.30 Uhr
    • Staatliches Angergymnasium Jena, Karl-Liebknecht-Straße 87
    • EINTRITT FREI

Am Dienstag, dem 08. April 2014, klären die Jenaer Energiegespräche auf, was sich hinter der EnergieEinsparVerordnung verbirgt. Experten erläutern wichtige Änderungen der EnEV 2014 für Mieter, Vermieter und Hauseigentümer. Wer trägt die Kosten, wo liegen Einsparpotentiale und welche Ma0nahmen sind sinnvoll? Wissenswerte Inhalte, unterhaltsame Theatereinlagen und kulinarische Gaumenfreuden versorechen einen kurzweiligen Abend.

Hauptpunkte der Veranstaltung:

  1. Die EneV 2014 - kurz erläutert! (Hr. Kind)
  2. Energiekostenbremse - Die EnEV aus Sicht der Mieter (Hr. Beitz)
  3. Eigentum verpflichtet - Die EnEV aus Sicht der Hausbesitzer (Hr. Nowak)
Nach den Vorträgen besteht selbstverständlich die Möglichkeit mit den Referenten und Energieberatern ins Gespräch zu kommen.

Download Flyer

Wettbewerb "Bioenergiedörfer 2014" gestartet

Logo Wettbewerb Bioenergiedorf
Gesucht werden Orte in Deutschland, die mindestens die Hälfte des jährlichen Wärme- und Strombedarfs mit Hilfe der Bioenergie erzeugen. Bleser betonte am 20.03.2014 in Berlin: "Wie bereits 2010 und 2012 wollen wir drei Ortschaften auszeichnen, die mit einer dezentralen Bioenergieversorgung ihren Energiebedarf in vorbildlicher Weise aus regional erzeugter Biomasse decken.

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