Projekt „Barfußhaus“ mit Thüringer Kinder- und Jugendpreis ausgezeichnet

Preisgeld soll künftig Jugendforschungscamp mobil machen!
Es war im Mai diesen Jahres, da bauten 75 Jugendlich aus halb Europa innerhalb von nur drei Tagen in Crossen ein energieautarkes Haus aus nachwachsenden Rohstoffen, das „Barfußhaus“. Hinter der bemerkenswerten Aktion stand ein EU-Projekt der Gemeinde Crossen, dass gemeinsam mit dem Verein „Ländliche Kerne“ e.V., der Thüringer Bioenergieregion und verschiedenen EU-Leader-Gruppen umgesetzt wurde. Jetzt hat das Haus, das so viele Jugendliche zusammengebracht und sie in kürzester Zeit zu „Experten“ in Sachen erneuerbare Energien, ökologischer Fußabdruck und Klimaschutz hat werden lassen, auch die Jury des diesjährigen Thüringer Kinder- und Jugendpreises begeistert:
Aus den Händen von Schirmherrin und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht nahmen Vereinschefin Ina John und Bioenergieregion-Projektmitarbeiter Ronny Kilian am Freitag in Erfurt der ersten Preis der „Buntstiftung“ des paritätischen Wohlfahrtsverbandes Thüringen entgegen. „Das Projekt war von der ersten Idee und den Bauvorbereitungen über die Betreuung und Versorgung der jugendlichen „Bauarbeiter“ bis zur letzten Schraube ein Gemeinschaftswerk“, so Ina John während der Festveranstaltung in der Landeshauptstadt. „Ohne die tatkräftige Mitwirkung der Gemeinde, der Jugendlichen und zahlreicher Sponsoren aus der Region wäre aus der Idee des Barfußhauses nie etwas geworden“. Heute ist das kleine Haus, das Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnt, Teil des Nickelsdorfer Jugendforschungscamps, in dem Kinder, Jugendliche und auch interessierte Erwachsene Wissenswertes zum Thema erneuerbare Energien, Klima- und Umweltschutz in Erfahrung bringen können. Die Fünftausend Euro Preisgeld, die es für den ersten Platz gab, sind auch bereits verplant: das Jugendforschungscamp soll damit um eine mobile Variante erweitert werden, die die Lernangebote in kompakter Form direkt in die Schulen bringt.